Zimoun, 1 prepared DC-Motor, Cotton Ball, Cardboard Box 23 x 23 x 6 cm, 2012

Zimoun, 1 prepared DC-Motor, Cotton Ball, Cardboard Box 23 x 23 x 6 cm

Year: 2012
Type: Klangskulptur
Media Format: DC motor, cotton ball, cardboard box
Dimension: 23 x 23 x 6 cm
Duration: variable
Edition:
Credits:
Acquisition: Donation by artist 2018, inv.no. S0068
Artwork Link: https://www.zimoun.net/sculptures/
Artist Website: www.zimoun.net
Artist Website:

Info
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Zimoun, 1 prepared DC-Motor, Cotton Ball, Cardboard Box 23 x 23 x 6 cm, 2012
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Die kinetische Klangskulptur 1 prepared DC-Motor, Cotton Ball, Cardboard Box 23 x 23 x 6 cm (2012) des Berner Künstlers Zimoun besteht aus einer Kartonbox, die als Klangkörper für den Baumwollball dient. Dieser ist über einen Draht mit einem kleinen Gleichstrommotor verbunden, der den Draht auf der Box in Rotation versetzt. Dabei entsteht ein leichter, a-rhythmischer Trommelbeat. Die Betrachtenden können über einen kleinen Kippschalter den Ball in Rotation versetzen und ebenso wieder abstellen. Wie die durchgängig bei Zimoun verwendeten simplen, industriellen Materialien ist auch die Bewegung selbst einfach über mechanische Kippschalter geregelt, ohne komplexe Softwareprogrammierung.
Die Kartonbox ist eine eigenständige Klangskulptur wie auch eine Grundeinheit seiner Raumfüllenden, architektonisch aufgebauten Installationen, wo er hunderte von Boxen, Holzstäben, Filzbällchen oder Papiertüten zu klappernden Wänden, knisternden Teppichen oder schabenden Decken anordnet. Bereits in der einzelnen Box jedoch zeigt sich eine zentrale Grundspannung, auf der die Skulpturen und vor allen auch die Installationen ihre intrinsische Faszination aufzubauen vermögen: Die Polarität von Struktur und Chaos, von Ordnung und Zufall. So klar und einfach die Grundstruktur auch immer sein mag, selbst den zu hunderten eingesetzten Boxen der grossen Installationen liegt immer ein klares, architektonisches Prinzip zugrunde, das sich bis in die kleinste Einheit spiegelt. So komplex und nicht wiederholbar ist das analoge, instantane Zusammenspiel der einzelnen Grundeinheiten zu einer sich verselbständigenden Raumkulisse von atonalen Rhythmen und idiosynkratisch rotierenden, bzw. schwingenden, schwarmartigen Bewegungen.
(Text: Bettina Back)