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Martina Menegon, It feels like home, 2021

HeK Net Works – Martina Menegon, It feels like home

Jeden Monat zeigt das HeK ein netzbasiertes Kunstwerk, das eigens für die digitale Serie HeK Net Works kreiert wurde. Die Reihe begann während des Lockdowns im Wochenrhythmus und wird nun mit einem monatlichen Beitrag fortgesetzt. Diesen Monat möchten wir Euch das Projekt von Martina Menegon vorstellen.

Veranstaltung/HeK Net Works, Online

11.05.2021 08.06.2021

 

It feels like home  hier ansehen

Portrait: Martina Menegon

Martina Menegon ist eine Künstlerin, die mit interaktiver und erweiterter Realität arbeitet. In ihren Arbeiten schafft Menegon intime und komplexe Assemblagen aus physischen und virtuellen Elementen, die das zeitgenössische Selbst und seine synthetische Körperlichkeit erforschen. Sie experimentiert mit dem Unheimlichen und Grotesken, dem Selbst und dem Körper sowie dem Dialog zwischen der physischen und der virtuellen Realität, um desorientierende Erfahrungen zu schaffen, die trotz ihrer virtuellen Natur wahrnehmbar werden. Während des Lockdowns hat sie verschiedene Arbeiten, beispielsweise in Mozilla Hubs,  geschaffen, und dabei ihre Auseinandersetzung mit virtueller Realität und 3D-Bilder weiter entwickelt. Auch in It feels like home verhandelt die Künstlerin Wahrnehmung und Formen ihres Körpers.

Menegons grob 3D-gescanntes Schlafzimmer wird in orthogonaler Ansicht präsentiert und füllt sich zyklisch mit extrem low-poly 3D-gescannten virtuellen Klonen von ihr selbst – jeweils in perspektivischer Ansicht. Dieser sehr persönliche und intime Raum ist nun online für alle zugänglich, und seine virtuellen Bewohner*innen werden trotz ihrer virtuellen Natur wahrnehmbar, wenn der Cursor sie berührt und mit ihnen interagiert. Zu jeder neuen Stunde oder bei jedem Seitenrefresh kann sich die Schwerkraft des virtuellen Raums zufällig verändern und so eine Verschiebung der Raumwahrnehmung bewirken.

Das Werk kannst Du bis am 08.06.2021 hier ansehen, empfohlen wird die Verwendung von Chrome oder Firefox.

Statement von Martina Menegon:
"It feels like home ist eine Online-Intervention, die den synthetischen Raum des Browsers als Bühne nutzt, um eine interaktive, performative und generative virtuelle Skulptur zu entfalten. Mit dem Begriff der digitalen Skulptur experimentierend, reflektiert It feels like home die Ortsspezifität innerhalb der virtuellen wie auch der Offline-Räume. Das Werk durchläuft stündliche und algorithmische Transformationen und wird so zu einem performativen Prozess, der kontinuierlich unerwartete und unvorhersehbare Ergebnisse produziert, die von der Offline-Zeitzone der Besuchenden abhängen. Besonders nach mehr als einem Jahr Pandemie – eingeschlossen im Inneren und ständig online – scheinen die Begriffe von Zeit, Zuhause und persönlichem Raum in ständigem Wandel und Widerspruch; hilflos und vergänglich."

Martina Menegon (*1988) lebt und arbeitet derzeit in Wien, Österreich. Sie ist Universitätsassistentin und Lehrbeauftragte an der Abteilung für Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien, wo sie "Digitales Design und Virtualität" unterrichtet. Ausserdem unterrichtet sie Multimedia Tools für interaktive Kunst an der IUAV Universität in Venedig (MA Digital Exhibit, BA Multimedia Arts) zusammen mit Klaus Obermaier und Stefano D'Alessio. Derzeit ist sie Leiterin des Bereichs Extended Reality und Kuratorin der "Area for Virtual Art", einer von sound:frame und Pausanio gegründeten Plattform für immersive Erfahrungen und Begegnungen. Des Weiteren ist sie Teil des Kuratorenteams des New Media Art Festivals des Wiener CIVA Festivals.

Ton von Alexander Martinz.

HeK Net Works – Martina Menegon, It feels like home

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