Geöffnet Mi-So, 12:00 - 18:00 Uhr
Emanuel Gollob, Doing Nothing with AI 1.0, 2019
Ausstellung

Von der Museumsnacht 20.01. bis zum 05.02. gibt es im Untergeschoss des HEK die Installation Doing Nothing with AI 1.0 von Emanuel Gollob zu entdecken.

Wir leben in einer Zeit des permanenten Display-Checkens, der Reizüberflutung und der Dauerbeschallung. Ein Moment des Innehaltens und Nichtstuns erscheint uns beinahe unmöglich oder unaushaltbar, und kommt in mancher Hinsicht geradezu einem rebellischen Akt gleich. Somit fällt es uns nicht leicht, Perioden des Nichtstuns Wert zuzusprechen und ihnen Raum in unserem vollen Alltag einzuräumen.

Aus diesen Gründen ist das Nichtstun für Emanuel Gollob von besonderem Interesse. Er hat mehrere digitale und mechanische Technologien zusammengeführt, um die Installation Doing Nothing with AI 1.0 zu schaffen, die mit Besucher:innen interagiert. Die Frage, die sich der Künstler dabei stellt: Wird es seiner Installation gelingen, die Betrachtenden zum Nichtstun zu bewegen? Jedenfalls setzt der modifizierte Industrie-Roboter im Zentrum der Installation alles daran, dieses Ziel zu verfolgen, und bedient sich dabei einer ausgeklügelten K.I., die die Bewegungsdaten der umgebenden Besucher:innen analysiert. Der Roboter lernt durch seine Beobachtungen, seine Bewegungen zu adaptieren und so eine Choreographie zu entwickeln, die die umgebenden Menschen in seinen Bann zieht und möglichst inaktiv werden lässt.

Der Kuka-Roboter trägt zudem eine vom Künstler konzipierte Hülle, die mit zahlreichen Zahnstochern ausgestattet ist, welche eine Fortsetzung der geometrischen Normalen der Hülle darstellen und selbst minimale Bewegungen der Maschine für Betrachter:innen sichtbar machen. Tatsächlich war der Roboter sogar am Herstellungsprozess seiner eigenen Hülle beteiligt und hat die Zahnstocher selbst am Schaumstoff angebracht.

Wie das aussieht und ob der Roboter auch Dich zum Nichtstun motivieren kann, kannst Du bei der Museumsnacht am 20.01.2023 herausfinden - oder im Zeitraum danach bis zum 05.02.2023, denn bis dahin ist die Installation im Untergeschoss des HEK erlebbar!

Künstler:innen: Emmanuel Gollob