Mabe Bethonico, Ursula Biemann, Uwe H. Martin et al., World of Matter, 2011 – 2018

World of Matter, Mabe Bethonico, Ursula Biemann, Uwe H. Martin et al.

Wasser. Coltan. Kohle. Erdöl. Luft. Lithium. Fisch. Reis. E-Waste. Boden. Gold. Plastik. Baumwolle. Tantal. Für all diese Rohstoffe, die heute extensiv abgebaut werden, interessiert sich das internationale Forschungs-, Ausstellungs- und Webprojekt World of Matter. Im Rahmen von World of Matter – ein mehrdeutiges Wortspiel mit «a world that matters», aber auch eine Welt der Materialflüsse – kooperieren Künstler, Fotojournalisten und Dokumentarfilmer, Architekten und Programmierer, die bereits umfassend zu Rohstoffen und deren Raumpolitiken gearbeitet haben, mit Theoretikern, die in den Bereichen Geografie, Kunstgeschichte und Kulturtheorie forschen. 

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Matthieu Cherubini, rep.licants.org, 2011, Screenshot mit technischem Schema der Funktionsweise des Systems.

rep.licants.org, Matthieu Cherubini

«Haven‘t gotten a bot yet? Join today!» Mit diesem Slogan wirbt der Webdienst rep.licants.org (2011) um neue User. Der in Peking lebende, Schweizer Designer und Technologe Matthieu Cherubini hat eine Plattform geschaffen, auf der sich Nutzer als ihre eigenen Replikanten anmelden können, um als verbessertes, virtuelles Selbst, wie es auf der Webseite angekündigt ist, mehr Follower und höheres Ansehen in den Sozialen Netzwerken zu erhalten. 

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Micromusic, Microbuilder, 2004

Microbuilder, Micromusic

Mit Microbuilder haben die Macher von Micromusic.net ein Open Source Software Kit zusammengestellt, dass es ermöglicht, eine eigene Special Interest Community in nur drei Tagen komplett neu aufzugleisen, so das Versprechen auf der Box. Die Urheber der Website für den Austausch von elektronischer 8bit Musik bieten seit 1999 eine Plattform mit low-tech music for high tech people, so ihr Slogan seit damals. 

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Micromusic, Microbuilder, 2004

Microbuilder, Micromusic

Mit Microbuilder haben die Macher von Micromusic.net ein Open Source Software Kit zusammengestellt, dass es ermöglicht, eine eigene Special Interest Community in nur drei Tagen komplett neu aufzugleisen, so das Versprechen auf der Box. Die Urheber der Website für den Austausch von elektronischer 8bit Musik bieten seit 1999 eine Plattform mit low-tech music for high tech people, so ihr Slogan seit damals. 

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Gilles Aubry / Stéphane Montavon, Cairo Talking Heads, 2006/2017

Cairo Talking Heads, Gilles Aubry / Stéphane Montavon

Cairo Talking Heads ist ein Audioblog von Gilles Aubry und Stéphane Montavon, der ihre Künstlerresidenz in Cairo 2007 dokumentiert. Im Verlauf von 6 Wochen fungierten sie für Individuen in der Stadt als "akustische Spiegel", indem sie Sprachfragmente verschiedener Mitwirkender im Kontext aktivistischer Blog-Zensur neu situierten. 

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Hervé Graumann / Matthieu Cherubini, Raoul Pictor Mega Painter, 2013, app, screenshot

Raoul Pictor Mega Painter, Hervé Graumann / Matthieu Cherubini

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums seiner 1993 mit liebevoller Ironie programmierten Künstlerfigur Raoul Pictor hat Hervé Graumann gemeinsam mit Matthieu Cherubini die kostenlose App Raoul Pictor Mega Painter (2013) entwickelt. Der Titel hält, was er verspricht.

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LAN, Trace Noizer, 2001, screenshot

TraceNoizer – Disinformation On Demand, LAN

TraceNoizer war eine Webseite, welche es den angemeldeten User*innen ermöglichte, die eigene Netz-Identität durch wiederholtes Klonen und Verfälschen von Webseiten, die ihren Namen enthalten, zu verschleiern. Diese wurden nach und nach in die grossen Suchmaschinen aufgenommen, so dass die geklonten Seiten von den originalen ununterscheidbar wurden. Die Klone wurden auf kostenlosen Webseiten-Hosting-Plattformen gespeichert, die heute nicht mehr existieren. Mittels des Clone Control Center hatten die User*innen immer die Möglichkeit, eine Auflistung der Tarnseiten zu überblicken und gegebenenfalls zu entfernen. 

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Studer / van den Berg, Hotel Vue des Alpes, 2000 –, screenshot

Hotel Vue des Alpes, Studer / van den Berg

In einer bis auf den letzten Stein fiktiven Landschaft von ca. 20 km2 mit Bergseilbahn, Alpsee und Alphütte haben Monica Studer und Christoph van den Berg seit März 2000 ein virtuell bewohnbares Hotel mit neun Zimmern im Stil der 1960er Jahre eröffnet. Jedes der Zimmer kann für bis zu fünf Tage gebucht werden, was den kostenlosen und exklusiven Zugang zu den sich kontinuierlich erweiternden Freizeitaktivitäten und Hotelbereichen ermöglicht. 

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Marc Lee, Pic Me, 2014, Online Project

Pic-Me V1 (Version 1), Marc Lee

Der Schweizer Medienkünstler Marc Lee verknüpft in seiner Netzarbeit Pic-Me die Soziale Plattform Instagram mit einem Google Earth Browser-Plug-in, mittels dessen er den Standort von Instagram Usern lokalisiert, die gerade ein Selfie unter dem Hashtag #me gepostet haben.

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John F. Simon Jr., Every Icon, 1997 – ongoing, screenshot

Every Icon, John F. Simon, Jr.

Der US-Amerikaner John F. Simon, Jr. hat mit Every Icon eine Software programmiert, welche in einem Raster aus 32 x 32 weissen Quadraten alle Kombinationsmöglichkeiten von schwarzen und weissen Feldern mit einer Geschwindigkeit von 100 Varianten pro Sekunde von oben nach unten durchlaufen lässt.

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Marc Lee, TV-Bot 1.0, 2004/2005, screenshot

TV-Bot 1.0, Marc Lee

Bereits seit Ende der Neunziger Jahre gilt der Schweizer Marc Lee als wichtiger Vertreter netzbasierter Kunst durch sein Experimentieren mit Strategien digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien, und zunehmend auch mit user generated content.

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./LOGICALAND V0.1, Maia Gusberti, Michael Aschauer, Nik Thoenen, Sepp Deinhofer, 2002

./LOGICALAND V0.1, Maia Gusberti, Michael Aschauer, Nik Thoenen, Sepp Deinhofer

Das Langzeit-Strategiespiel ./Logicaland V0.1 basiert auf einer Weltsimulation, die Mitte der 1970er Jahre in den USA entwickelt wurde. Das Modell spiegelt globale Wechselbeziehungen zwischen 185 Staaten und wurde mit spezifischen Ausgangsdaten aus dem «CIA World Fact Book 2001» gespeist. 

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Studer / van den Berg, filter: mixed double, 1997 – 1998

filter: mixed double, Studer / van den Berg

Monica Studer und Christoph van den Berg gehören zu den Pionieren der Medienkunst in der Schweiz. Die drei sogenannten filter-Arbeiten entstanden zwischen 1996 und 1998. «Diese Filter können benutzt werden, um sich von der Sinnsuche im www abzukühlen und sich ziellos weiter fortzubewegen – so wie in einem Roadmovie», so die Künstler selbst.

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Studer / van den Berg, filter: mille miglia, 1997 – 1998

filter: mille miglia, Studer / van den Berg

Monica Studer und Christoph van den Berg gehören zu den Pionieren der Medienkunst in der Schweiz. Die drei sogenannten filter-Arbeiten entstanden zwischen 1996 und 1998. «Filter sind Schnipsel, die wechselnde Sichtweisen bei der Bewegung im und durch das Internet zum Thema haben. Wie ein Kleinkind, das lernt, dass sich vorwärts zu bewegen mehr bedeuten kann als nur das Ziel auf einer geraden Linie zu erreichen, sollten wir unterschiedliche Begriffe finden für unterschiedliche Weisen, sich in einem nonlinearen System zu bewegen», so die Künstler selbst.

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Studer / van den Berg, filter: four letter words, 1997 – 1998

filter: four letter words, Studer / van den Berg

Monica Studer und Christoph van den Berg gehören zu den Pionieren der Medienkunst in der Schweiz, die sie sich schon Mitte der 1990er Jahre mit den künstlerischen Möglichkeiten dieser neuen Plattform auseinandersetzten. Die drei sogenannten filter-Arbeiten entstanden zwischen 1996 und 1998 und sind heute, so die Künstler selbst, historische Momentaufnahmen, «die sich mit dem damals recht neuen künstlerischen Instrument Hypertext auf der Ebene bildhafter Übersetzungen beschäftigten.» 

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Beat Brogle und Philippe Zimmermann, onewordmovie, 2003 / 2018, screenshot

onewordmovie, Beat Brogle / Philippe Zimmermann

Beat Brogle und Philippe Zimmermann haben für die partizipatorische Webarbeit onewordmovie eine Software entwickelt, die unter Zugriff auf die gängigen Webbrowser wie Netscape oder Internet Explorer alle unter einem Suchbegriff verlinkten Bilder zu einem Film zusammenstellt.

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UBERMORGEN, Sound of eBay, 2008/2009, screenshot

Sound of eBay, UBERMORGEN

Das österreichische Künstlerduo UBERMORGEN arbeitet seit 1995 im Bereich der digitalen Bildkunst, des Medienaktivismus, Programmierens und Media Hackings. The Sound of eBay ist eine Website, die MP3-Tracks aus Benutzerdaten von eBay generiert und diese in Form von Teletext-Sex-Inseraten präsentiert. 

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Christoph Wachter / Mathias Jud, New Nations, 2009–2011, screenshot

New Nations, Christoph Wachter / Mathias Jud

Wie zahlreiche der netzbasierten Werke des Schweizer Künstlerduos Wachter und Jud zeigt New Nations die Machtstrukturen des Internets auf. Das Werk ist ein Router, der dafür konzipiert wurde, die Grenzen der Freiheit der digitalen Kommunikationsgesellschaft sichtbar zu machen.

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Marc Lee, TV-Bot 2.0, 2010, screenshot

TV-Bot 2.0, Marc Lee

Bereits seit Ende der Neunziger Jahre gilt der Schweizer Marc Lee als wichtiger Vertreter netzbasierter Kunst durch sein Experimentieren mit Strategien digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien, und zunehmend auch mit user generated content.

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Jodi, div. [property], 2013, screenshot

div. [property], Jodi

Die Website div.[property] besteht aus einer Animation, welche die beiden Standard-Desktop-Hintergrundbilder des Mac Leopard und Windows XP Betriebssystems sich gegenseitig in ständiger Rotation horizontal, vertikal und diagonal durchschneiden lässt.

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