Matthieu Cherubini, rep.licants.org, 2011, Screenshot mit technischem Schema der Funktionsweise des Systems.

rep.licants.org, Matthieu Cherubini

«Haven‘t gotten a bot yet? Join today!» Mit diesem Slogan wirbt der Webdienst rep.licants.org (2011) um neue User. Der in Peking lebende, Schweizer Designer und Technologe Matthieu Cherubini hat eine Plattform geschaffen, auf der sich Nutzer als ihre eigenen Replikanten anmelden können, um als verbessertes, virtuelles Selbst, wie es auf der Webseite angekündigt ist, mehr Follower und höheres Ansehen in den Sozialen Netzwerken zu erhalten. 

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etoy, hek.history.etoy.com, 1994 - today

hek.history.etoy.com, etoy

hek.history.etoy.com ist das Archiv aller Projekte und Performances der Künstlergruppierung etoy seit ihrer Gründung 1994, das in Form des Verlaufs eines interaktiven Börsenkurses aufgebaut ist. Seit 2006 ist etoy.CORPORATION SA im Handelsregister als börsendotiertes Unternehmen eingetragen. Die Aktien sind dabei das einzige Produkt von etoy, das erworben werden kann, so nehmen sie am Kunstmarkt teil, ohne dabei jedoch die Werke selbst zu verkaufen. Auch sonst organisieren sich die wechselnden Mitarbeiter, die etoy.AGENTS wie eine Firma. Die Organigramme der freien Marktwirtschaft werden zweckentfremdet für die partizipatorische Realisierung von netzbasierten Kunstprojekten. Dabei geht es etoy um die Suche nach den Potentialen des WWW, welche aus der virtuellen Welt wieder in unser Verständnis für die Mechanismen des realen Zusammenlebens zurückfliessen, wie etwa bei dem grossangelegten Projekt Mission Eternity.

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LAN, Trace Noizer, 2001, screenshot

TraceNoizer – Disinformation On Demand, LAN

TraceNoizer war eine Webseite, welche es den angemeldeten User*innen ermöglichte, die eigene Netz-Identität durch wiederholtes Klonen und Verfälschen von Webseiten, die ihren Namen enthalten, zu verschleiern. Diese wurden nach und nach in die grossen Suchmaschinen aufgenommen, so dass die geklonten Seiten von den originalen ununterscheidbar wurden. Die Klone wurden auf kostenlosen Webseiten-Hosting-Plattformen gespeichert, die heute nicht mehr existieren. Mittels des Clone Control Center hatten die User*innen immer die Möglichkeit, eine Auflistung der Tarnseiten zu überblicken und gegebenenfalls zu entfernen. 

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Studer / van den Berg, Hotel Vue des Alpes, 2000 –, screenshot

Hotel Vue des Alpes, Studer / van den Berg

In einer bis auf den letzten Stein fiktiven Landschaft von ca. 20 km2 mit Bergseilbahn, Alpsee und Alphütte haben Monica Studer und Christoph van den Berg seit März 2000 ein virtuell bewohnbares Hotel mit neun Zimmern im Stil der 1960er Jahre eröffnet. Jedes der Zimmer kann für bis zu fünf Tage gebucht werden, was den kostenlosen und exklusiven Zugang zu den sich kontinuierlich erweiternden Freizeitaktivitäten und Hotelbereichen ermöglicht. 

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John F. Simon Jr., Every Icon, 1997 – ongoing, screenshot

Every Icon, John F. Simon, Jr.

Der US-Amerikaner John F. Simon, Jr. hat mit Every Icon eine Software programmiert, welche in einem Raster aus 32 x 32 weissen Quadraten alle Kombinationsmöglichkeiten von schwarzen und weissen Feldern mit einer Geschwindigkeit von 100 Varianten pro Sekunde von oben nach unten durchlaufen lässt.

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Marc Lee, TV-Bot 1.0, 2004/2005, screenshot

TV-Bot 1.0, Marc Lee

Bereits seit Ende der Neunziger Jahre gilt der Schweizer Marc Lee als wichtiger Vertreter netzbasierter Kunst durch sein Experimentieren mit Strategien digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien, und zunehmend auch mit user generated content.

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Birgit Kempker, Sphinx, 2004 – ongoing, screenshot

Sphinx, Birgit Kempker

Sphinx ist eine interaktive literarische Onlineplattform auf der User seit 2004 die unterschiedlichsten Fragen stellen und mit einer individuellen, oulipoetischen Antwort rechnen können. Oulipoetisch ist die Abkürzung von Ouvroir de Littérature Potentielle, einer Werkstatt für potentielle Literatur, wo Kempker die grundlegende Versform für ihre Antworten gefunden hat: Die sechs mal sechs Verse der Sestine der barocken Lyrik. 

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Studer / van den Berg, filter: mixed double, 1997 – 1998

filter: mixed double, Studer / van den Berg

Monica Studer und Christoph van den Berg gehören zu den Pionieren der Medienkunst in der Schweiz. Die drei sogenannten filter-Arbeiten entstanden zwischen 1996 und 1998. «Diese Filter können benutzt werden, um sich von der Sinnsuche im www abzukühlen und sich ziellos weiter fortzubewegen – so wie in einem Roadmovie», so die Künstler selbst.

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Studer / van den Berg, filter: mille miglia, 1997 – 1998

filter: mille miglia, Studer / van den Berg

Monica Studer und Christoph van den Berg gehören zu den Pionieren der Medienkunst in der Schweiz. Die drei sogenannten filter-Arbeiten entstanden zwischen 1996 und 1998. «Filter sind Schnipsel, die wechselnde Sichtweisen bei der Bewegung im und durch das Internet zum Thema haben. Wie ein Kleinkind, das lernt, dass sich vorwärts zu bewegen mehr bedeuten kann als nur das Ziel auf einer geraden Linie zu erreichen, sollten wir unterschiedliche Begriffe finden für unterschiedliche Weisen, sich in einem nonlinearen System zu bewegen», so die Künstler selbst.

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Studer / van den Berg, filter: four letter words, 1997 – 1998

filter: four letter words, Studer / van den Berg

Monica Studer und Christoph van den Berg gehören zu den Pionieren der Medienkunst in der Schweiz, die sie sich schon Mitte der 1990er Jahre mit den künstlerischen Möglichkeiten dieser neuen Plattform auseinandersetzten. Die drei sogenannten filter-Arbeiten entstanden zwischen 1996 und 1998 und sind heute, so die Künstler selbst, historische Momentaufnahmen, «die sich mit dem damals recht neuen künstlerischen Instrument Hypertext auf der Ebene bildhafter Übersetzungen beschäftigten.» 

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Beat Brogle und Philippe Zimmermann, onewordmovie, 2003 / 2018, screenshot

onewordmovie, Beat Brogle / Philippe Zimmermann

Beat Brogle und Philippe Zimmermann haben für die partizipatorische Webarbeit onewordmovie eine Software entwickelt, die unter Zugriff auf die gängigen Webbrowser wie Netscape oder Internet Explorer alle unter einem Suchbegriff verlinkten Bilder zu einem Film zusammenstellt.

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UBERMORGEN, Sound of eBay, 2008/2009, screenshot

Sound of eBay, UBERMORGEN

Das österreichische Künstlerduo UBERMORGEN arbeitet seit 1995 im Bereich der digitalen Bildkunst, des Medienaktivismus, Programmierens und Media Hackings. The Sound of eBay ist eine Website, die MP3-Tracks aus Benutzerdaten von eBay generiert und diese in Form von Teletext-Sex-Inseraten präsentiert. 

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Christoph Wachter / Mathias Jud, New Nations, 2009–2011, screenshot

New Nations, Christoph Wachter / Mathias Jud

Wie zahlreiche der netzbasierten Werke des Schweizer Künstlerduos Wachter und Jud zeigt New Nations die Machtstrukturen des Internets auf. Das Werk ist ein Router, der dafür konzipiert wurde, die Grenzen der Freiheit der digitalen Kommunikationsgesellschaft sichtbar zu machen.

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Marc Lee, TV-Bot 2.0, 2010, screenshot

TV-Bot 2.0, Marc Lee

Bereits seit Ende der Neunziger Jahre gilt der Schweizer Marc Lee als wichtiger Vertreter netzbasierter Kunst durch sein Experimentieren mit Strategien digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien, und zunehmend auch mit user generated content.

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Jodi, div. [property], 2013, screenshot

div. [property], Jodi

Die Website div.[property] besteht aus einer Animation, welche die beiden Standard-Desktop-Hintergrundbilder des Mac Leopard und Windows XP Betriebssystems sich gegenseitig in ständiger Rotation horizontal, vertikal und diagonal durchschneiden lässt.

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