Christoph Wachter and Mathias Jud, Zone*Interdite, 2009, Ausstellungsansicht Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, 2009

Zone*Interdite, Christoph Wachter / Mathias Jud

Der animierte, interaktive 3D Walkthrough durch das Gefangenenlager von Guantanamo ist Teil einer gross angelegten Kartographierung militärischer Sperrgebiete. Bereits seit 1999 haben die beiden Schweizer Künstler Christoph Wachter und Mathias Jud erste Recherchen durchgeführt, bevor 2003 eine Datenbank über ein Webinterface entstand.

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Hervé Graumann / Matthieu Cherubini, Raoul Pictor Mega Painter, 2013, app, screenshot

Raoul Pictor Mega Painter, Hervé Graumann / Matthieu Cherubini

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums seiner 1993 mit liebevoller Ironie programmierten Künstlerfigur Raoul Pictor hat Hervé Graumann gemeinsam mit Matthieu Cherubini die kostenlose App Raoul Pictor Mega Painter (2013) entwickelt. Der Titel hält, was er verspricht.

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Yves Netzhammer, Vororte des Körpers, 2012, still

Vororte des Körpers, Yves Netzhammer

Vororte der Körper ist eine konsequente Animation, die das Medium Film auf ihren Ursprung, das Bild, zurückwirft. Ausgehend von Tauchern auf einer Plattform im Meer taucht der Betrachter zeitgleich durch Bildräume in Bildwelten, deren assoziative innere Logik mit den Gewohnheiten der konventionellen Narration kollidiert.

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Hervé Graumann, Raoul A. Pictor cherche son style, 1993, installation view

Raoul A. Pictor cherche son style, Hervé Graumann

Auf dem winzigen Monitor eines Macintosh Colour Classic Computers hat Hervé Graumann in liebevoller Detailarbeit ein Künstleratelier für seinen Protagonisten Raoul A. Pictor eingerichtet, dessen künstlerische Tätigkeit er in den folgenden Jahren immer weiter ausbaut. 

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Yves Netzhammer, Dialogischer Abrieb, 2011, still

Dialogischer Abrieb, Yves Netzhammer

Die metapohrisch angelegte Handlung eines Dialogs in Form eines Autounfalls, in dem sich zwei Subjekte in Zeitlupentempo annähern, letztendlich ineinander krachen, bietet die formale Struktur des Filmes. Gegenseitige Abhängigkeiten und Prägungen werden sinnbildlich veranschaulicht.

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Jonas Baumann, The Touch of Vacuum, 2014, still

A Touch of Vacuum, Jonas Baumann

In A Touch of Vacuum lässt Jonas Baumann eine lose Reihe kurzer, digital generierter Bewegtbildskulpturen vor neutralen und unbestimmt offenen Bildräumen an dem Betrachter vorbeiziehen. So sieht man etwa ein weisses Kreuz, das von einem streng geometrisch in schwarz weissen Würfeln gemustertem Tuch gestreift wird und über dessen Körper hinweg zu Boden gleitet – und denkt sofort an eine Mischung aus Malewitsch, Suprematismus und frühem Mondrian.

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Philipp Gasser, Der, der kommt, ist nicht der, den du erwartet hast, 1999, installation view

Der, der kommt, ist nicht der, den du erwartet hast, Philipp Gasser

Philipp Gasser hat sich seit seinen künstlerischen Anfängen mit der Zeichnung beschäftigt. Dies ist bis heute, wo er vornehmlich medial arbeitet, so geblieben. Obwohl als einfache Projektionen inszeniert, entwickeln seine Animationen eine physische Sogwirkung. Sie greifen aus dem Bild hinaus und involvieren die Betrachter physisch.

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Philipp Gasser, Der moderne Mensch, 2000, still

Der moderne Mensch, Philipp Gasser

Anlässlich des neuen Millenniums hat Philipp Gasser eine Arbeit über ein damit vermeintlich einhergehendes neues Menschenbild unter dem Titel Der moderne Mensch geschaffen: In einem normal beleuchteten Ausstellungsraum wird eine Projektion mittels eines Spiegels in zwei Projektionen übers Eck oder auf zwei gegenüberliegende Wände gesplittet.

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Philipp Gasser, Clouds of the Second Kind, 2016, screen shot

Clouds of the Second Kind, Philipp Gasser

Mit Clouds of the Second Kind (2016) schuf Philipp Gasser eine Wolke, die basierend auf den Grundtypen von Wolkenformationen wie Stratus, Cumulus, Cirrus, Cirrostratus und Cirrocumulus mithilfe von aktuellen Computerprogrammen rein digital erzeugt ist.

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Yves Netzhammer, Formales Gewissen, 2013, still

Formales Gewissen, Yves Netzhammer

Formales Gewissen (2013) beendet eine Trilogie mit Dialogischer Abrieb (2011) und Vororte der Körper (2012) mit der Yves Netzhammer mögliche Formen der Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt untersucht.

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collectif_fact, ce qui arrive, 2005, screenshot

ce qui arrive, collectif_fact

Die Videoanimation ce qui arrive zeigt einen Schnitt durch ein grosses Bürogebäude, dessen anonyme Korridorfluchten und Sitzungszimmer nahezu überall auf der westlichen Welt existieren könnten. Während die Kamera sich in einer kontinuierlichen Fahrt horizontal oder vertikal im Gebäude bewegt, ändern sich die Konfigurationen der Personen im jeweiligen Raum durch mehrere ineinander geblendete Stills.

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Alexander Hahn, A Young Person’s Guide To Walking Outside The City, 1983, screenshot

A Young Person’s Guide To Walking Outside The City, Alexander Hahn

Die 1983 zu Beginn der Ausstellungstätigkeit des Schweizer Künstlers Alexander Hahn entstandene Computeranimation zeigt einen surrealen Landspaziergang. Nachdem der Hauptprotagonist, ein kleines blaues Männchen, von einer Kanone mit fliegenden Fischen beschossen worden ist, bastelt er sich aus derselben Kanone ein Fahrrad.

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Jan Voellmy, Schnur, 2008, installation view

Schnur, Jan Voellmy

Mit seiner interaktiven Installation Schnur setzt der Basler Künstler Jan Voellmy Klang spielerisch in sichtbare Bewegung um. Die Projektion eines mit rotem Pflaster an die Wand geklebten Stücks Schnur überträgt die Geräusche der Ausstellungsbesucher über ein Mikrofon in eine tanzende Bewegung der Schnur, die ansonsten leicht im Stimmengewirr der Ausstellung hin und her schwingt.

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collectif_fact, Loading, 2007, screenshot

Loading, collectif_fact

Das animierte Video Loading des Künstlerkollektivs collectif_fact zeigt eine endlos geloopte, kurze Sequenz von identischen, grauen Lieferwagen, die zweispurig hintereinander in ein ebenso graues Parkhaus hinabfahren. Der monotone Fluss der Wagen bleibt dabei konstant. Die Szenerie wirkt ganz offensichtlich wie aus Karton gebaut und die Handlung offenkundig gestellt und unnatürlich. 

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Beat Brogle und Philippe Zimmermann, onewordmovie, 2003 / 2018, screenshot

onewordmovie, Beat Brogle / Philippe Zimmermann

Beat Brogle und Philippe Zimmermann haben für die partizipatorische Webarbeit onewordmovie eine Software entwickelt, die unter Zugriff auf die gängigen Webbrowser wie Netscape oder Internet Explorer alle unter einem Suchbegriff verlinkten Bilder zu einem Film zusammenstellt.

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Esther Hunziker, EHB 5866, 2012, still

EHB 5866, Esther Hunziker

EHB 5866 ist die fiktive Galaxie der Basler Künstlerin Esther Hunziker, die aus einer einzigen realen Fotografie des Marsmondes Phobus besteht. In hundertfacher Überlagerung drehen sich die Schichten des Abbildes des Himmelskörpers in wandelnden Konstellationen statt um den Roten Planeten um sich selbst. 

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Jodi, div. [property], 2013, screenshot

div. [property], Jodi

Die Website div.[property] besteht aus einer Animation, welche die beiden Standard-Desktop-Hintergrundbilder des Mac Leopard und Windows XP Betriebssystems sich gegenseitig in ständiger Rotation horizontal, vertikal und diagonal durchschneiden lässt.

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Adam Cruces, Patience, 2011, still

Patience, Adam Cruces

In dem Videoloop Patience zeigt der amerikanische Künstler Adam Cruces, der sich u. a. für die spezifische Ästhetik des Digitalen interessiert, das Gesicht einer computergenerierten Schönheit. Ihre Züge bleiben unbewegt, während die hypnotische Wellenbewegung eines Mac-OS Bildschirmschoners in ihren ausgehöhlten Augen auf und nieder weht.

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