Jürg Lehni, Four Transitions, 2020, Installationsansicht, Christoph Merian Stiftung – Hauptgebäude. Foto: Jürg Lehni.

Four Transitions, Jürg Lehni

Die Installation Four Transitions, 2020, des interdisziplinär arbeitenden Schweizer Künstlers Jürg Lehni besteht aus vier an die Wand montierten Displayboxen. Auf ihnen ist jeweils eine Ziffer in charakteristisch unterschiedlichen Farbigkeiten und Techniken im Entstehen begriffen. 

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Mabe Bethonico, Ursula Biemann, Uwe H. Martin et al., World of Matter, 2011 – 2018

World of Matter, Mabe Bethonico, Ursula Biemann, Uwe H. Martin et al.

Wasser. Coltan. Kohle. Erdöl. Luft. Lithium. Fisch. Reis. E-Waste. Boden. Gold. Plastik. Baumwolle. Tantal. Für all diese Rohstoffe, die heute extensiv abgebaut werden, interessiert sich das internationale Forschungs-, Ausstellungs- und Webprojekt World of Matter. Im Rahmen von World of Matter – ein mehrdeutiges Wortspiel mit «a world that matters», aber auch eine Welt der Materialflüsse – kooperieren Künstler, Fotojournalisten und Dokumentarfilmer, Architekten und Programmierer, die bereits umfassend zu Rohstoffen und deren Raumpolitiken gearbeitet haben, mit Theoretikern, die in den Bereichen Geografie, Kunstgeschichte und Kulturtheorie forschen. 

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Matthieu Cherubini, rep.licants.org, 2011, Screenshot mit technischem Schema der Funktionsweise des Systems.

rep.licants.org, Matthieu Cherubini

«Haven‘t gotten a bot yet? Join today!» Mit diesem Slogan wirbt der Webdienst rep.licants.org (2011) um neue User. Der in Peking lebende, Schweizer Designer und Technologe Matthieu Cherubini hat eine Plattform geschaffen, auf der sich Nutzer als ihre eigenen Replikanten anmelden können, um als verbessertes, virtuelles Selbst, wie es auf der Webseite angekündigt ist, mehr Follower und höheres Ansehen in den Sozialen Netzwerken zu erhalten. 

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Karin Lustenberger, Here and Now, 2013 / 2016

Here and Now, Karin Lustenberger

In der interaktiven Installation Here and Now (2013/2016) der in Basel lebenden Künstlerin Karin Lustenberger tasten zwei Funkkameras vor einer wandfüllenden Projektionsfläche den Ausstellungsraum ab. Ihre Aufnahmen sind in Echtzeit auf der Projektion zu sehen. Die vor allem in der elektronischen Überwachung eingesetzten, kleinen Kameras werden von zwei künstlichen, menschlichen Händen gehalten, deren robotische Aufnahmebewegungen programmierten Steuerimpulsen folgen. Die Kameras werden in ihrer Abbildfunktion jedoch immer wieder durch gezielte Funksignale gestört, welche zu Interferenzen der Projektion führen.

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Pe Lang, Positioning Systems VI – Falling Objects, 2013

Positioning Systems VI – Falling Objects, Pe Lang

Der Schweizer Künstler Pe Lang bespielt mit seinen minimalistischen, kinetischen Installationen ganze (Klang)Räume. Die Werke entstehen aus seinem Interesse für physikalische Gesetzmässigkeiten, die er selbst erprobt und experimenteller Musik. Auch die kleinformatige Maschine des Positioning Systems VI – Falling Objects (2013) ist aus einer Reihe von physikalischen Experimenten des Künstlers zur Oberflächenspannung von Wasser hervorgegangen. Über einer kleinen, dunkeln Plattform ist eine grosse, elektronisch gesteuerte Pipette mit Wassertank montiert, die ein Quadrat aus 21 x 21 Wassertropfen ausbringt. Die mechanische Bewegung der Hochpräzisions-Wasserpumpe surrt leise und langsam vor sich hin. Bis sich für jede Reihe der 21 Tropfen die Pipette in einem energischen, präzisen, stakkatoartigen Klicken entlädt.

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Micromusic, Microbuilder, 2004

Microbuilder, Micromusic

Mit Microbuilder haben die Macher von Micromusic.net ein Open Source Software Kit zusammengestellt, dass es ermöglicht, eine eigene Special Interest Community in nur drei Tagen komplett neu aufzugleisen, so das Versprechen auf der Box. Die Urheber der Website für den Austausch von elektronischer 8bit Musik bieten seit 1999 eine Plattform mit low-tech music for high tech people, so ihr Slogan seit damals. 

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Micromusic, Microbuilder, 2004

Microbuilder, Micromusic

Mit Microbuilder haben die Macher von Micromusic.net ein Open Source Software Kit zusammengestellt, dass es ermöglicht, eine eigene Special Interest Community in nur drei Tagen komplett neu aufzugleisen, so das Versprechen auf der Box. Die Urheber der Website für den Austausch von elektronischer 8bit Musik bieten seit 1999 eine Plattform mit low-tech music for high tech people, so ihr Slogan seit damals. 

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Jürg Lehni, Flood Fill – Verbs, 2016

Flood Fill – Verbs, Jürg Lehni

Jürg Lehni verwendet den von ihm modifizierten Flood Fill Algorithmus, den er bereits 2003 für die Arbeit Flood Fill – Global Warningweiter entwickelt hatte für die Visualisierung von Verben aus Richard Serras Verb List von 1967-68. Serra hat auf zwei Blättern, die sich heute in der Sammlung des MoMA, New York befinden 84 Verben und 24 Kontexte, in denen diese stattfinden können aufgelistet. Basierend auf seiner bekannten Aussage «drawing is a verb», verstand Serra die Liste als Fundus für Handlungen mit Bezug auf einen Selbst, das Material, den Ort und den Prozess von Kunst. 

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Jürg Lehni / Guy Meldem, Flood Fill – Global Warning, 2003

Flood Fill – Global Warning, Jürg Lehni / Guy Meldem

Mit den sechs Videoanimationen Flood Fill – Global Warning sprechen die Künstler Jürg Lehni und Guy Meldem eine absurde Warnung aus: «Animals & Plants steal our vital energy! Act before it’s too late!» Die vitale Energie ist dabei als geometrisches, leeres Netz visualisiert, dass etwa von einer Katze aus dem Gehirn einer Frau gesogen wird.

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etoy, hek.history.etoy.com, 1994 - today

hek.history.etoy.com, etoy

hek.history.etoy.com ist das Archiv aller Projekte und Performances der Künstlergruppierung etoy seit ihrer Gründung 1994, das in Form des Verlaufs eines interaktiven Börsenkurses aufgebaut ist. Seit 2006 ist etoy.CORPORATION SA im Handelsregister als börsendotiertes Unternehmen eingetragen. Die Aktien sind dabei das einzige Produkt von etoy, das erworben werden kann, so nehmen sie am Kunstmarkt teil, ohne dabei jedoch die Werke selbst zu verkaufen. Auch sonst organisieren sich die wechselnden Mitarbeiter, die etoy.AGENTS wie eine Firma. Die Organigramme der freien Marktwirtschaft werden zweckentfremdet für die partizipatorische Realisierung von netzbasierten Kunstprojekten. Dabei geht es etoy um die Suche nach den Potentialen des WWW, welche aus der virtuellen Welt wieder in unser Verständnis für die Mechanismen des realen Zusammenlebens zurückfliessen, wie etwa bei dem grossangelegten Projekt Mission Eternity.

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Andres Bosshard, Telefonia–1291–1991–2021, 1991/2020, Screenshot

Telefonia–1291–1991–2021, Andres Bosshard

Telefonia–1291–1991–2021 (2020) ist eine Webplattform, die einen umfassenden Zugang zu einer dreitägigen Performance-Installation ermöglicht, die am 30. Mai 1991, 00.00 Uhr New Yorker Zeit und 06.00 Uhr Schweizer Zeit an drei Orten simultan begann. Über diese Plattform wird das Material der ursprünglichen telematischen Performance zugänglich gemacht. Die Interaktion der Klanglandschaften von drei völlig unterschiedlichen Orten ermöglicht eine neue Dimension der Wahrnehmung der grundlegenden Räumlichkeit und Kontextbezogenheit von Klang.

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Fragmentin, Displuvium, 2019, courtesy the artist

Displuvium, Fragmentin

Fragmentin ist ein Künstlerkollektiv bestehend aus Laura Perrenoud, David Colombini und Marc Dubois mit Basis in Lausanne. In Displuvium (2019) untersuchen sie die Bestrebungen des Menschen, in die Natur einzugreifen, in diesem Fall durch gezielte Wettermodifikationen. Die Installation deckt auf, wie weitreichend die menschlichen Eingriffe in natürliche Abläufe sind und zeigt letztlich die Grenzen der Macht von Wissenschaft und Technik über die Natur, die sich der menschlichen Kontrolle glücklicherweise nicht wirklich unterwerfen lässt.

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Laurent Huret, Face Swap (present), 2017, still

Face Swap (present), Lauren Huret

Mit dem kurzen Videoloop Face Swap (present) zeigt Lauren Huret, kurz nach Face Swap (past), die Übernahme unserer Identität durch unsere Smartphones. Wir sehen die Künstlerin nicht mehr am heimischen Schreibtisch vor dem Computerbildschirm sitzend, sondern sie posiert mit dem Smartphone in der Hand vor minimalistischen Betonbunkern des NSA Data Centers in Utah in einer kargen, winterlichen Hügellandschaft.

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Laurent Huret, Praying for my haters, 2019, still

Praying for my haters, Lauren Huret

Die digitale Video-Collage Praying for my haters (2019) der in Genf lebenden französischen Künstlerin Lauren Huret beginnt mit dem Blick auf einen gesichtslosen Büroturm in Manila. Es ist der Sitz eines Subunternehmers, welcher für Social Media Giganten wie Facebook und Instagram Heerscharen sogenannter Content Moderatoren beschäftigt. Ihre Aufgabe ist es, das Netz von anstössigen, gewalttätigen Bildern zu säubern, indem sie im Sekundentakt Daten löschen.

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Christoph Wachter and Mathias Jud, Zone*Interdite, 2009, Ausstellungsansicht Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, 2009

Zone*Interdite, Christoph Wachter / Mathias Jud

Der animierte, interaktive 3D Walkthrough durch das Gefangenenlager von Guantanamo ist Teil einer gross angelegten Kartographierung militärischer Sperrgebiete. Bereits seit 1999 haben die beiden Schweizer Künstler Christoph Wachter und Mathias Jud erste Recherchen durchgeführt, bevor 2003 eine Datenbank über ein Webinterface entstand.

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Zimoun, 1 prepared DC-Motor, Cotton Ball, Cardboard Box 23 x 23 x 6 cm, 2012

1 prepared DC-Motor, Cotton Ball, Cardboard Box 23 x 23 x 6 cm, Zimoun

Die kinetische Klangskulptur 1 prepared DC-Motor, Cotton Ball, Cardboard Box 23 x 23 x 6 cm (2012) des Berner Künstlers Zimoun besteht aus einer Kartonbox, die als Klangkörper für den Baumwollball dient. Dieser ist über einen Draht mit einem kleinen Gleichstrommotor verbunden, der den Draht auf der Box in Rotation versetzt. Dabei entsteht ein leichter, a-rhythmischer Trommelbeat.

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Zimoun, 2 prepared DC-Motors, Cotton Balls, Cardboard Boxes 16.5 x 12 x 5 cm, 2013

2 prepared DC-Motors, Cotton Balls, Cardboard Boxes 16.5 x 12 x 5 cm, Zimoun

Mit dem kinetischen, partizipativen Klangobjekt 2 prepared DC-Motors, Cotton Balls, Cardboard Boxes 16.5 x 12 x 5 cm (2013) hat Zimoun zwei kleinere Kartonboxen über ein mit einem Draht verstärktes Klebeband zu einem portablen Kopfhörer verbunden. Wie bei der Grundeinheit des 1 prepared DC-Motors, 2012 dienen die Kartonboxen als Klangkörper für die auf ihnen mittels der Gleichstrommotoren rotierenden Baumwollbällchen.

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Zimoun, 25 Woodworms, Wood, Microphone, Sound System, 2009

25 Woodworms, Wood, Microphone, Sound System, Zimoun

Das Video 25 Woodworms, Wood, Microphone, Sound System (2009) des kinetisch-minimalistischen Klangkünstlers Zimoun nimmt die Geräuschkulisse lebendiger Holzwürmer als Ausgangsbasis für die Erzeugung einer atonalen, minimalistischen Klangwelt.

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!Mediengruppe Bitnik, Opera Calling, 2007

Opera Calling, !Mediengruppe Bitnik

Die Hacking Performance und Installation Opera Calling ist im Rahmen einer Ausstellung des Cabaret Voltaire, Zürich entstanden. Vom 9. – 26. Mai 2007 haben Bitnik mehrere Wanzen im Auditorium der Zürcher Oper versteckt, die Live-Aufnahmen der in diesem Zeitraum gespielten Opern über zufällige Anrufe an die im Telefonbuch eingetragenen Nummern der Einwohner*innen von Zürich übertragen haben.

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!Mediengruppe Bitnik, Alexiety, 2018

Alexiety, !Mediengruppe Bitnik & Low Jack

Für die interaktive Video- und Klanginstallation Alexiety (2018) sind in Zusammenarbeit mit dem in Paris lebenden elektronischen Musiker Low Jack (Philippe Hallais) drei Songs entstanden. Sie sind die emotionale Matrix eines möglichen Verlaufs unserer emotionalen Beziehung zu sprachgestützten, persönlichen Assistenten wie Alexa, Siri und Google home.

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Studer / van den Berg, Über Sehen, 1993, screenshot

Über Sehen, Studer / van den Berg

Das Screensaver-Programm Über Sehen (1993) des Künstlerduos Studer / van den Berg entstand als Beitrag für den Kunstkredit Basel mit dem Thema «Kunst am Arbeitsplatz». Angesichts ihrer eigenen Erfahrungen mit lieblos überladenen, öffentlichen Büroräumen an der Grenze zur Verwahrlosung, haben sie acht alltägliche Büroutensilien auserkoren, die Hauptprotagonisten eines 3D-animierten Bildschirmschoners zu werden.

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Studer /van den Berg, Passage Park #7: Relocate, 2017, screenshot

Passage Park #7: Relocate, Studer / van den Berg

Die interaktive Projektion Passage Park #7: Relocate (2017) ist eine von mehreren Szenerien des Passage Park Projekts, an dem Studer / van den Berg seit 2014 arbeiten. Die Ebenen sind durch ein gemeinsames Interface miteinander verbunden, können jedoch auch einzeln gezeigt werden. Passage Park #7 ist im Auftrag des ZKM Karlsruhe für die Gruppenausstellung «Open Codes» entstanden.

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fabric | ch, Satellite Daylight, 46°28’N, 2007, Interactive installation, Exhibition view "Sensing Place", HeK Basel 2012, Phoro: Stefan Holenstein

Satellite Daylight 47°33‘N, fabric | ch

Satellite Daylight 47°33’N ist eine interaktive Lichtinstallation von fabric | ch, das Lausanner Studio für Architektur, Interaktion und Forschung. Ein sich nach oben verjüngendes Trapez aus 24 Hochspannungsneonröhren ist mit im Internet gesammelten Daten von Wetterstationen und meteorologischen Satellitenkarten in Echtzeit verbunden.

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fabric | ch, Satellite Daylight Pavilion, 2017, screenshot

Satellite Daylight Pavilion, fabric | ch

Die zweiminütigen Videoanimationen Satellite Daylight Pavilion (2017) des Lausanner Studios für Architektur, Interaktion und Forschung fabric | ch zeigen vier Ansichten eines virtuellen, für Kensington Gardens in London entworfenen, interaktiven Teehauses.

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Alan Bogana, La Gogotta Desnuda, 2015, Digital hologram, Photo courtesy the artist

La Gogotta Desnuda, Alan Bogana

Das digitale Hologramm La Gogotta Desnuda (2015) des in Genf lebenden Tessiner Künstlers Alan Bogana zeigt den 3D-Scan eines Gogotte Minerals aus der Sammlung des Musée de Minéralogie, Paris. In dem verdunkelten Ausstellungsraum tastet der Lichtkegel eines LED Scheinwerfers langsam das Bild ab.

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Alan Bogana, Cave Caustics – Case 11 – Flag of Convenience, 2014, video installation, Photo courtesy the artist

Cave Caustics – Case 11 – Flag of Convenience, Alan Bogana

Die computergenerierte Videoprojektion Flag of Convenience (2014) des Schweizer Künstlers Alan Bogana ist eine von mehreren «Fallstudien» seines Cave Caustics Projektes (2013–2015). Darin experimentiert der multidisziplinär arbeitende Bogana mit dem Verhalten von Licht auf unterschiedlichen transluzenten Medien wie Wasser, Kunststoff, Diamanten oder Textilien.

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Andreas Gysin / Sidi Vanetti, Altoparlanti, 2006/2017

Altoparlanti, Andreas Gysin / Sidi Vanetti

In der Installation Altoparlanti projiziert ein Videoprojekt zwei Lichtstrahlen auf eine Wand, in deren Mitte zwei Lautsprecher hängen. Die Lichtstrahlen bilden zwei Kreise, die sich auf der Wand bewegen, und wenn sie die Außenkanten an den Seiten oder am Boden berühren, prallen sie zurück, als seien sie gegen ein physisches Hindernis gestoßen.

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Gilles Aubry / Stéphane Montavon, Cairo Talking Heads, 2006/2017

Cairo Talking Heads, Gilles Aubry / Stéphane Montavon

Cairo Talking Heads ist ein Audioblog von Gilles Aubry und Stéphane Montavon, der ihre Künstlerresidenz in Cairo 2007 dokumentiert. Im Verlauf von 6 Wochen fungierten sie für Individuen in der Stadt als "akustische Spiegel", indem sie Sprachfragmente verschiedener Mitwirkender im Kontext aktivistischer Blog-Zensur neu situierten. 

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Hervé Graumann / Matthieu Cherubini, Raoul Pictor Mega Painter, 2013, app, screenshot

Raoul Pictor Mega Painter, Hervé Graumann / Matthieu Cherubini

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums seiner 1993 mit liebevoller Ironie programmierten Künstlerfigur Raoul Pictor hat Hervé Graumann gemeinsam mit Matthieu Cherubini die kostenlose App Raoul Pictor Mega Painter (2013) entwickelt. Der Titel hält, was er verspricht.

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Yves Netzhammer, Vororte des Körpers, 2012, still

Vororte des Körpers, Yves Netzhammer

Vororte der Körper ist eine konsequente Animation, die das Medium Film auf ihren Ursprung, das Bild, zurückwirft. Ausgehend von Tauchern auf einer Plattform im Meer taucht der Betrachter zeitgleich durch Bildräume in Bildwelten, deren assoziative innere Logik mit den Gewohnheiten der konventionellen Narration kollidiert.

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Hervé Graumann, My living room, 1993, screenshot

My living room, Hervé Graumann

Mithilfe eines CAD-Programms, das Ende der Neunziger Jahre vor allem für Visualisierungen von grossen Architekturprojekten, wie etwa eines Fussballstadions, Verwendung fand, zeigt uns Graumann in My living room einen Einblick in ein ganz persönliches Arbeits- und Schlafzimmer.

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Hervé Graumann, Raoul A. Pictor cherche son style, 1993, installation view

Raoul A. Pictor cherche son style, Hervé Graumann

Auf dem winzigen Monitor eines Macintosh Colour Classic Computers hat Hervé Graumann in liebevoller Detailarbeit ein Künstleratelier für seinen Protagonisten Raoul A. Pictor eingerichtet, dessen künstlerische Tätigkeit er in den folgenden Jahren immer weiter ausbaut. 

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LAN, Trace Noizer, 2001, screenshot

TraceNoizer – Disinformation On Demand, LAN

TraceNoizer war eine Webseite, welche es den angemeldeten User*innen ermöglichte, die eigene Netz-Identität durch wiederholtes Klonen und Verfälschen von Webseiten, die ihren Namen enthalten, zu verschleiern. Diese wurden nach und nach in die grossen Suchmaschinen aufgenommen, so dass die geklonten Seiten von den originalen ununterscheidbar wurden. Die Klone wurden auf kostenlosen Webseiten-Hosting-Plattformen gespeichert, die heute nicht mehr existieren. Mittels des Clone Control Center hatten die User*innen immer die Möglichkeit, eine Auflistung der Tarnseiten zu überblicken und gegebenenfalls zu entfernen. 

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Yves Netzhammer, Dialogischer Abrieb, 2011, still

Dialogischer Abrieb, Yves Netzhammer

Die metapohrisch angelegte Handlung eines Dialogs in Form eines Autounfalls, in dem sich zwei Subjekte in Zeitlupentempo annähern, letztendlich ineinander krachen, bietet die formale Struktur des Filmes. Gegenseitige Abhängigkeiten und Prägungen werden sinnbildlich veranschaulicht.

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Studer / van den Berg, Hotel Vue des Alpes, 2000 –, screenshot

Hotel Vue des Alpes, Studer / van den Berg

In einer bis auf den letzten Stein fiktiven Landschaft von ca. 20 km2 mit Bergseilbahn, Alpsee und Alphütte haben Monica Studer und Christoph van den Berg seit März 2000 ein virtuell bewohnbares Hotel mit neun Zimmern im Stil der 1960er Jahre eröffnet. Jedes der Zimmer kann für bis zu fünf Tage gebucht werden, was den kostenlosen und exklusiven Zugang zu den sich kontinuierlich erweiternden Freizeitaktivitäten und Hotelbereichen ermöglicht. 

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Jonas Baumann, The Touch of Vacuum, 2014, still

A Touch of Vacuum, Jonas Baumann

In A Touch of Vacuum lässt Jonas Baumann eine lose Reihe kurzer, digital generierter Bewegtbildskulpturen vor neutralen und unbestimmt offenen Bildräumen an dem Betrachter vorbeiziehen. So sieht man etwa ein weisses Kreuz, das von einem streng geometrisch in schwarz weissen Würfeln gemustertem Tuch gestreift wird und über dessen Körper hinweg zu Boden gleitet – und denkt sofort an eine Mischung aus Malewitsch, Suprematismus und frühem Mondrian.

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Philipp Gasser, Der, der kommt, ist nicht der, den du erwartet hast, 1999, installation view

Der, der kommt, ist nicht der, den du erwartet hast, Philipp Gasser

Philipp Gasser hat sich seit seinen künstlerischen Anfängen mit der Zeichnung beschäftigt. Dies ist bis heute, wo er vornehmlich medial arbeitet, so geblieben. Obwohl als einfache Projektionen inszeniert, entwickeln seine Animationen eine physische Sogwirkung. Sie greifen aus dem Bild hinaus und involvieren die Betrachter physisch.

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Philipp Gasser, Der moderne Mensch, 2000, still

Der moderne Mensch, Philipp Gasser

Anlässlich des neuen Millenniums hat Philipp Gasser eine Arbeit über ein damit vermeintlich einhergehendes neues Menschenbild unter dem Titel Der moderne Mensch geschaffen: In einem normal beleuchteten Ausstellungsraum wird eine Projektion mittels eines Spiegels in zwei Projektionen übers Eck oder auf zwei gegenüberliegende Wände gesplittet.

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Philipp Gasser, Clouds of the Second Kind, 2016, screen shot

Clouds of the Second Kind, Philipp Gasser

Mit Clouds of the Second Kind (2016) schuf Philipp Gasser eine Wolke, die basierend auf den Grundtypen von Wolkenformationen wie Stratus, Cumulus, Cirrus, Cirrostratus und Cirrocumulus mithilfe von aktuellen Computerprogrammen rein digital erzeugt ist.

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Cod.Act, πTon/2, 2017, Installationsansicht HeK, Foto: Gina Folly

πTon/2, Cod.Act

πTon/2 ist eine Klanginstallation, die aus einem langen Gummischlauch besteht, der von einem Motor angetrieben wird, und die wie eine mechanische Schlange aussieht. Die organisch wirkende Form erzeugt Klänge aufgrund ihrer eigenen Struktur und ihrer Materialien, während sie sich gegen die sie umgebenden Wände, die sie begrenzen, windet, an sie stösst und auf sie aufprallt.

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Yves Netzhammer, Formales Gewissen, 2013, still

Formales Gewissen, Yves Netzhammer

Formales Gewissen (2013) beendet eine Trilogie mit Dialogischer Abrieb (2011) und Vororte der Körper (2012) mit der Yves Netzhammer mögliche Formen der Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt untersucht.

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Marc Lee, Pic Me, 2014, Online Project

Pic-Me V1 (Version 1), Marc Lee

Der Schweizer Medienkünstler Marc Lee verknüpft in seiner Netzarbeit Pic-Me die Soziale Plattform Instagram mit einem Google Earth Browser-Plug-in, mittels dessen er den Standort von Instagram Usern lokalisiert, die gerade ein Selfie unter dem Hashtag #me gepostet haben.

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Stefan Karrer, Cool clouds that look like they should be spelling something, but they don't, 2016, video still

Cool clouds that look like they should be spelling something, but they don't, Stefan Karrer

In Cool clouds that look like they should be spelling something, but they don't (2012/2016) suchte Stefan Karrer im Internet nach Bildern, die mit Begriffen wie "Cloud", "Wave" oder "Rock" in Verbindung mit Adjektiven wie "cool", "crazy" oder "lonely" kommentiert wurden.

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!Mediengruppe Bitnik, CCTV – A Trail of Images, 2008 – 2014

CCTV – A Trail of Images, !Mediengruppe Bitnik

In ihrer Werkserie CCTV – A Trail of Images, greift die !Mediengruppe Bitnik in Überwachungssysteme im Stadtraum ein. Mittels selbstgebauten Signalempfängern machen sie verborgene Videoüberwachungssignale aus dem urbanen Raum sichtbar. 

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John F. Simon Jr., Every Icon, 1997 – ongoing, screenshot

Every Icon, John F. Simon, Jr.

Der US-Amerikaner John F. Simon, Jr. hat mit Every Icon eine Software programmiert, welche in einem Raster aus 32 x 32 weissen Quadraten alle Kombinationsmöglichkeiten von schwarzen und weissen Feldern mit einer Geschwindigkeit von 100 Varianten pro Sekunde von oben nach unten durchlaufen lässt.

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Studer / van den Berg, travelogue, 2005, screenshot

travelogue, Studer / van den Berg

Travelogue, ein Web-Game, das Studer / van den Berg für das Fernseh- und Online-Projekt 56kTV bastard channel entwickelt haben, ist der Reisebericht eines Ich-Erzählers, dessen Rolle der User einnimmt, um aus der klaustrophobischen Enge eines anonymen Hotelzimmers und dessen nervtötender Geräuschkulisse eines kaputten Fernsehers zu entkommen.

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collectif_fact, ce qui arrive, 2005, screenshot

ce qui arrive, collectif_fact

Die Videoanimation ce qui arrive zeigt einen Schnitt durch ein grosses Bürogebäude, dessen anonyme Korridorfluchten und Sitzungszimmer nahezu überall auf der westlichen Welt existieren könnten. Während die Kamera sich in einer kontinuierlichen Fahrt horizontal oder vertikal im Gebäude bewegt, ändern sich die Konfigurationen der Personen im jeweiligen Raum durch mehrere ineinander geblendete Stills.

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Marc Lee, TV-Bot 1.0, 2004/2005, screenshot

TV-Bot 1.0, Marc Lee

Bereits seit Ende der Neunziger Jahre gilt der Schweizer Marc Lee als wichtiger Vertreter netzbasierter Kunst durch sein Experimentieren mit Strategien digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien, und zunehmend auch mit user generated content.

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Birgit Kempker, Sphinx, 2004 – ongoing, screenshot

Sphinx, Birgit Kempker

Sphinx ist eine interaktive literarische Onlineplattform auf der User seit 2004 die unterschiedlichsten Fragen stellen und mit einer individuellen, oulipoetischen Antwort rechnen können. Oulipoetisch ist die Abkürzung von Ouvroir de Littérature Potentielle, einer Werkstatt für potentielle Literatur, wo Kempker die grundlegende Versform für ihre Antworten gefunden hat: Die sechs mal sechs Verse der Sestine der barocken Lyrik. 

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Esther Hunziker, Frequency, 2008, screenshot

Frequency, Esther Hunziker

Für Frequency hat Esther Hunziker Found Footage eines Livekonzerts so oft komprimiert, bis die Bewegungen der Bandmitglieder in ständig wandelnde Farbfelder zerfliessen. Der dazu passende, "elektrosphärische" Soundtrack, wie ihn die Künstlerin selbst treffend bezeichnet, besteht aus sich überlappenden Radiofrequenzen. 

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Alexander Hahn, A Young Person’s Guide To Walking Outside The City, 1983, screenshot

A Young Person’s Guide To Walking Outside The City, Alexander Hahn

Die 1983 zu Beginn der Ausstellungstätigkeit des Schweizer Künstlers Alexander Hahn entstandene Computeranimation zeigt einen surrealen Landspaziergang. Nachdem der Hauptprotagonist, ein kleines blaues Männchen, von einer Kanone mit fliegenden Fischen beschossen worden ist, bastelt er sich aus derselben Kanone ein Fahrrad.

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Jodi, Max Payne Cheats Only, 2004, screenshot

Max Payne Cheats Only, Jodi

Max Payne Cheats Only ist der Abschluss einer Serie von Videospielappropriationen des niederländisch-belgischen Künstlerduos Jodi. Die bestehende Figur des Third-Person-Shooters Max Payne wird nach allen Regeln der Programmierkunst in einer sinnentleerten Aneinanderreihung von sich repetierenden Mikrohandlungen demontiert.

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Atelier Hauert-Reichmuth mit Volker Böhm, LUMO LED, 2009

LUMO LED, Atelier Hauert-Reichmuth mit Volker Böhm

Jedes der Multiples besteht aus 16 Leuchtkammern, welche einzeln angesteuert werden können. Obwohl und gerade weil die Anzahl der Pixel sehr reduziert ist, lassen sich – in Bewegung gebracht – vielerlei Bildwelten und unglaublich komplexe Vorgänge erzeugen. Zelluläre Automaten werden von chaotischen Systemen unterwandert, aus zufälligen Strukturen wächst ganz unbemerkt eine symmetrische Funktion.

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Jan Voellmy, Schnur, 2008, installation view

Schnur, Jan Voellmy

Mit seiner interaktiven Installation Schnur setzt der Basler Künstler Jan Voellmy Klang spielerisch in sichtbare Bewegung um. Die Projektion eines mit rotem Pflaster an die Wand geklebten Stücks Schnur überträgt die Geräusche der Ausstellungsbesucher über ein Mikrofon in eine tanzende Bewegung der Schnur, die ansonsten leicht im Stimmengewirr der Ausstellung hin und her schwingt.

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collectif_fact, Loading, 2007, screenshot

Loading, collectif_fact

Das animierte Video Loading des Künstlerkollektivs collectif_fact zeigt eine endlos geloopte, kurze Sequenz von identischen, grauen Lieferwagen, die zweispurig hintereinander in ein ebenso graues Parkhaus hinabfahren. Der monotone Fluss der Wagen bleibt dabei konstant. Die Szenerie wirkt ganz offensichtlich wie aus Karton gebaut und die Handlung offenkundig gestellt und unnatürlich. 

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collectif_fact, Circus, 2004, screenshot

Circus, collectif_fact

Die Videoinstallation Circus lebt von der Spannung zwischen der einfachen, statischen Aufnahmemethode der Bilder mittels digitaler Fotografie und deren technisch hochversierter Animation.

Vor einem unbestimmten, schwarzen Grund schweben verschiedene Mirkoszenarien des gleichnamigen Platzes in Genf auf die Betrachtenden zu und entschwinden, indem sich die unterschiedlichen Bestandteile in zahlreiche Schichten zerdehnen.

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knowbotic research, kotomisi un-inform, 2014 –2016

kotomisi un-inform, knowbotiq

Kotomisi ist die Bezeichnung für ein traditionelles Gewand, welches Sklavinnen vor und nach der Befreiung in der ehemaligen holländischen Kolonie Surinam im 17. Jahrhundert trugen. Der Stoff für das mehrschichtige Kleidungstück, bestehend aus Rock, Jacke und Kopfteil, wurde in translokalen Produktions-und Distributionsprozessen in Europa, Afrika, Asien und Amerika hergestellt und repräsentierte darin die Gegebenheiten und sogar die Zahlungsmethoden eines bereits zu dieser Zeit hochglobalisierten Sklavenhandels.

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knowbotic research, minds of concern (New York Version), 2002

minds of concern (New York version), knowbotic research

Das Projekt Minds of Concern, das anlässlich der Ausstellung Open Source Art Hack im New Museum, New York, 2002 konzipiert wurde, bestand aus einer Installation und einer netzbasierten Arbeit. Durch das Web Interface des Public Domain Scanners konnten die Ausstellungsbesucher*innen auf der Website des Projekts „gute“ Akteuere im Netz auswählen, das können NGO’s sein wie Oxfam, the Freedom from Debt Coalition und Greenpeace, oder aber Medienaktivisten und KünstlerInnen, die kritisch zu den Entwicklungen des Internets agieren.

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knowbotic research, macghillie_just a void, 2008 – 2012

macghillie_just a void, knowbotic research

knowbotic research beschäftigt sich mit Phänomenen von Sichtbarkeit und Präsenz sowie der Übersetzung zwischen unterschiedlichen Bedeutungssystemen: Performative und installative Arbeiten im öffentlichen Raum konfrontieren realweltliche Szenarien mit semi-fiktiven Testfällen. Mit der Figur MacGhillie lassen sie städtische Orte von einer Figur aussuchen, die mit einem handelsüblichen Tarnanzug bekleidet ist und weder als Individuum noch überhaupt als Person auffällt. 

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!Mediengruppe Bitnik, Download Finished, 2006, still

Download Finished, !Mediengruppe Bitnik

Die Zürcher !Mediengruppe Bitnik (Carmen Weisskopf und Domagoj Smoljo), bekannt durch die medienreflexive Anwendung von Hacking-Strategien, verwendet für ihr Netzprojekt Download Finished Filme aus P2P-Netzwerken und Online-Archiven.

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Mélodie Mousset, We were looking for ourselves in each other, 2015

We were looking for ourselves in each other, Mélodie Mousset

Mélodie Mousset nimmt ihren Körper als Ausgangspunkt für ihr Werk. Dabei spielen die verfügbaren hochauflösenden Bildgebungsverfahren der medizinischen Diagnostik eine grosse Rolle. Mousset hat diese genutzt, um virtuelle Animationen ihrer eigenen Organe zu erstellen, die in einem paradiesischen Inselsetting unter blauem Himmel und Meeresrauschen auf den User herabschweben.

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./LOGICALAND V0.1, Maia Gusberti, Michael Aschauer, Nik Thoenen, Sepp Deinhofer, 2002

./LOGICALAND V0.1, Maia Gusberti, Michael Aschauer, Nik Thoenen, Sepp Deinhofer

Das Langzeit-Strategiespiel ./Logicaland V0.1 basiert auf einer Weltsimulation, die Mitte der 1970er Jahre in den USA entwickelt wurde. Das Modell spiegelt globale Wechselbeziehungen zwischen 185 Staaten und wurde mit spezifischen Ausgangsdaten aus dem «CIA World Fact Book 2001» gespeist. 

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Studer / van den Berg, filter: mixed double, 1997 – 1998

filter: mixed double, Studer / van den Berg

Monica Studer und Christoph van den Berg gehören zu den Pionieren der Medienkunst in der Schweiz. Die drei sogenannten filter-Arbeiten entstanden zwischen 1996 und 1998. «Diese Filter können benutzt werden, um sich von der Sinnsuche im www abzukühlen und sich ziellos weiter fortzubewegen – so wie in einem Roadmovie», so die Künstler selbst.

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Studer / van den Berg, filter: mille miglia, 1997 – 1998

filter: mille miglia, Studer / van den Berg

Monica Studer und Christoph van den Berg gehören zu den Pionieren der Medienkunst in der Schweiz. Die drei sogenannten filter-Arbeiten entstanden zwischen 1996 und 1998. «Filter sind Schnipsel, die wechselnde Sichtweisen bei der Bewegung im und durch das Internet zum Thema haben. Wie ein Kleinkind, das lernt, dass sich vorwärts zu bewegen mehr bedeuten kann als nur das Ziel auf einer geraden Linie zu erreichen, sollten wir unterschiedliche Begriffe finden für unterschiedliche Weisen, sich in einem nonlinearen System zu bewegen», so die Künstler selbst.

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Studer / van den Berg, filter: four letter words, 1997 – 1998

filter: four letter words, Studer / van den Berg

Monica Studer und Christoph van den Berg gehören zu den Pionieren der Medienkunst in der Schweiz, die sie sich schon Mitte der 1990er Jahre mit den künstlerischen Möglichkeiten dieser neuen Plattform auseinandersetzten. Die drei sogenannten filter-Arbeiten entstanden zwischen 1996 und 1998 und sind heute, so die Künstler selbst, historische Momentaufnahmen, «die sich mit dem damals recht neuen künstlerischen Instrument Hypertext auf der Ebene bildhafter Übersetzungen beschäftigten.» 

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Beat Brogle und Philippe Zimmermann, onewordmovie, 2003 / 2018, screenshot

onewordmovie, Beat Brogle / Philippe Zimmermann

Beat Brogle und Philippe Zimmermann haben für die partizipatorische Webarbeit onewordmovie eine Software entwickelt, die unter Zugriff auf die gängigen Webbrowser wie Netscape oder Internet Explorer alle unter einem Suchbegriff verlinkten Bilder zu einem Film zusammenstellt.

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Denis Handschin / Michel Winterberg, Um die Ecke, 2012, still

Um die Ecke, Denis Handschin / Michel Winterberg

Mit ihrer Installation Um die Ecke haben die Schweizer Denis Handschin und Michel Winterberg ein polyperspektivisches Portrait des Dresipitzareal in Basel geschaffen. Auf vier prismenartig zusammengesetzten, dreieckigen Projektionsflächen sind neben Filmaufnahmen des Areals auch dessen akustische und elektronische Charakteristika verwendet worden, ebenso, wie Daten der archäologischen Bodenforschung Basel.

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Aline Veillat, Sada el-Kawn, 2011, installation view at HeK. Photo: Stefan Holenstein

Sada El-Kawn, Aline Veillat

Eine raumhohe Papyruspflanze beherbergt mehrere Lautsprecher und Megafone, über die ein Stimmengewirr aus arabischen Gedichten, Revolutionsliedern, Muezzinrufen oder auch Vogelgezwitscher zu hören ist.

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Philipp Madörin, Allebildergenerator, 2011, installation view at HeK. Photo: Stefan Holenstein

Allebildergenerator, Philipp Madörin

Für die Arbeit Allebildergenerator hat der Basler Künstler Philipp Madörin, der ursprünglich aus der medizinisch-diagnostischen Bildherstellung kommt, einen Algorithmus entwickelt, welcher alle Bilder zu generieren vermag, die sich auf einem s/w Monitor mit 480 x 360 Pixel darstellen lassen. 

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Esther Hunziker, EHB 5866, 2012, still

EHB 5866, Esther Hunziker

EHB 5866 ist die fiktive Galaxie der Basler Künstlerin Esther Hunziker, die aus einer einzigen realen Fotografie des Marsmondes Phobus besteht. In hundertfacher Überlagerung drehen sich die Schichten des Abbildes des Himmelskörpers in wandelnden Konstellationen statt um den Roten Planeten um sich selbst. 

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Aline Zeltner, Lideslied, 2011, still

Lideslied, Aline Zeltner

Lideslied ist die erste Videoarbeit der Schweizer Künstlerin Aline Zeltner, die zunächst vor allem mit Objekten, Installationen und Performance gearbeitet hatte. In einer überlebensgrossen Projektion in Zeitlupe und unter rhythmischen Saitenklängen reitet eine Frau auf einem braun glänzenden Pferd aus der Tiefe einer sommerlich grünen Wiese auf die Betrachtenden zu. 

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UBERMORGEN, Sound of eBay, 2008/2009, screenshot

Sound of eBay, UBERMORGEN

Das österreichische Künstlerduo UBERMORGEN arbeitet seit 1995 im Bereich der digitalen Bildkunst, des Medienaktivismus, Programmierens und Media Hackings. The Sound of eBay ist eine Website, die MP3-Tracks aus Benutzerdaten von eBay generiert und diese in Form von Teletext-Sex-Inseraten präsentiert. 

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Christoph Wachter / Mathias Jud, New Nations, 2009–2011, screenshot

New Nations, Christoph Wachter / Mathias Jud

Wie zahlreiche der netzbasierten Werke des Schweizer Künstlerduos Wachter und Jud zeigt New Nations die Machtstrukturen des Internets auf. Das Werk ist ein Router, der dafür konzipiert wurde, die Grenzen der Freiheit der digitalen Kommunikationsgesellschaft sichtbar zu machen.

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Marc Lee, TV-Bot 2.0, 2010, screenshot

TV-Bot 2.0, Marc Lee

Bereits seit Ende der Neunziger Jahre gilt der Schweizer Marc Lee als wichtiger Vertreter netzbasierter Kunst durch sein Experimentieren mit Strategien digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien, und zunehmend auch mit user generated content.

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Lauren Huret, Face Swap (past), 2016, screenshot

Face Swap (past), Lauren Huret

Lauren Huret setzt sich in ihren Arbeiten u. a. mit Fragen der Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auseinander. So teilt sie selbst auch nur einen Disclaimer auf ihrer Webseite mit den Usern, da sie dem WWW sehr misstrauisch gegenüber steht, wie sie dort schreibt. 

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Alexis O’Hara, Squeeeeque A.K.A. the improbable Igloo, 2009-2011. Photo: Stefan Hollenstein

Squeeeeque A.K.A. the improbable Igloo, Alexis O’Hara

Seit Ende der Neunziger Jahre als Slam-Poetin und experimentelle Musikerin aktiv, baut die kanadische Künstlerin Alexis O’Hara mit dem Squeeeeque Iglu eine interaktive Klangskulptur.

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Jodi, div. [property], 2013, screenshot

div. [property], Jodi

Die Website div.[property] besteht aus einer Animation, welche die beiden Standard-Desktop-Hintergrundbilder des Mac Leopard und Windows XP Betriebssystems sich gegenseitig in ständiger Rotation horizontal, vertikal und diagonal durchschneiden lässt.

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Christina Kubisch, Electrical Walks Basel, 2012. Photo: Lukas Zitzer

Electrical Walks Basel, Christina Kubisch

Christina Kubischs Electrical Walks führen zu den elektromagnetischen Hotspots der Stadt und ermöglichen eine andere Wahrnehmung unserer alltäglichen Umgebung.

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Ursula Damm, Transits, 2012, still

Transits, Ursula Damm

Die Installation Transits, die für die Ausstellung des HeK Sensing Place, 2012 produziert wurde, verwendet 24 Stunden Videoaufnahmen des Aeschenplatzes in Basel, um Spuren von Passanten auf einem städtischen Verkehrsknotenpunkt aufzuzeichnen und in ihren Charakteristiken sichtbar zu machen.

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Adam Cruces, Patience, 2011, still

Patience, Adam Cruces

In dem Videoloop Patience zeigt der amerikanische Künstler Adam Cruces, der sich u. a. für die spezifische Ästhetik des Digitalen interessiert, das Gesicht einer computergenerierten Schönheit. Ihre Züge bleiben unbewegt, während die hypnotische Wellenbewegung eines Mac-OS Bildschirmschoners in ihren ausgehöhlten Augen auf und nieder weht.

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