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Esther Polak & Ivar Van Bekkum, The Fortune, still

Shaping the Invisible World

Die Ausstellung «Shaping the Invisible World – Digitale Kartografie als Werkzeug des Wissens» untersucht anhand von Kartografie die Repräsentationsformen der Karte als Werkzeuge zwischen Wissen und Technologie. Die teilnehmenden Künstler*innen verhandeln in ihren Werken die Bedeutung der Karte als Massstab einer digitalen, technologischen und globalen Gesellschaft.

Ausstellung

03.03.2021 23.05.2021

Eintritt: 9 CHF (6 CHF ermässigt)

Persijn Broersen & Margit Lukács, Forest on Location, 2018, video still, courtesy of Akinci and the artists

Kartografie ist eine in der Antike entwickelte Wissenschaft, die die Vermessung und Konstruktion der Welt anstrebte und Kommunikation und wirtschaftlichen Austausch zwischen Menschen und Kulturen ermöglichte. Jede Karte ist aber zugleich eine Interpretation und Imagination und damit nicht neutral. Heute treiben IT-Unternehmen die Fortschritte in diesem Bereich voran und verändern damit auch drastisch unser Weltbild respektive die Art und Weise wie wir global kommunizieren, navigieren und konsumieren. Neben einer Demokratisierung in der Kartengenerierung werden digitale Karten zunehmend zur politischen und ökonomischen Manipulation eingesetzt. Fragen nach Privatsphäre, Urheberschaft, wirtschaftlichen Interessen und Big Data-Management sind von hoher Relevanz und stehen in engem Zusammenhang mit zeitgenössischen kartografischen Praktiken.
Heutige Karten stellen nicht nur dar, sondern dokumentieren, verhandeln und visualisieren auch subjektive Weltbilder. Aber sind solche Karten demokratischer? Wer profitiert von diesen selbstbestimmten Produktionen und was sind ihre Folgen?

Die in der Ausstellung Shaping the Invisible World – Digitale Kartografie als Werkzeug des Wissens präsentierten Künstler*innen nutzen subversive Strategien im Bereich des digitalen Mappings und der Kartografie. Sie schaffen spektakuläre Panoramen und virtuelle Szenerien, um über die kulturellen Auswirkungen der digitalen Technologien auf unser Verständnis der Welt nachzudenken.

Die Ausstellung beleuchtet die Faszination für Karten hinsichtlich der Demokratisierung von Wissen und Aneignung. Indem die Künstler*innen verborgene Realitäten, wenig sichtbare Entwicklungen und mögliche neue soziale Beziehungen innerhalb eines Territoriums aufdecken, ebnen sie den Weg zur Gestaltung unsichtbarer Welten.

Künstler*innen: Studio Above&Below, Tega Brain & Julian Oliver & Bengt Sjölén, James Bridle, Persijn Broersen & Margit Lukács, Bureau d'études/ Collectif Planète Laboratoire, fabric | ch, Fei Jun, Total Refusal (Robin Klengel & Leonhard Müllner), Trevor Paglen, Esther Polak & Ivar Van Bekkum, Quadrature, Jakob Kudsk Steensen

Kuration: Boris Magrini und Christine Schranz

Info
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Die Ausstellung wurde ermöglicht dank der Unterstützung von: