Aline Veillat, Sada el-Kawn, 2011, installation view at HeK. Photo: Stefan Holenstein

Aline Veillat, Sada El-Kawn

Year: 2011
Type: Mixed-Media Installation
Media Format: Software (based on max msp), soundtracks, 5 loudspeakers (5V) with cable, 3 megaphones with cable. Amplifier, computer OS 10.6 to 10.9, audio interface, connecting cable, real Egyptian papyrus plant
Dimension: Variable
Duration:
Edition: 1/3 + 1 AP
Credits:
Acquisition: Acquired with BAK (Bundesamt für Kultur, Bern) funds as part of the research project Digitale Medienkunst am Oberrhein, 2012. On permanent loan from kulturelles.bl. Inv. No. S0010.
Keywords:
Artwork Link:
Artist Website: http://alineveillat.com

Info
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Aline Veillat, Sada el-Kawn, 2011, installation view at HeK. Photo: Stefan Holenstein
Aline Veillat, Sada el-Kawn, 2011, Detail. Photo: Stefan Holenstein
Aline Veillat, Sada el-Kawn, 2011, Detail. Photo: Stefan Holenstein
Aline Veillat, Sada el-Kawn, 2011, installation view. Photo: Stefan Holenstein
Aline Veillat, Sada el-Kawn, 2011, installation view. Photo: Stefan Holenstein
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Eine raumhohe Papyruspflanze beherbergt mehrere Lautsprecher und Megafone, über die ein Stimmengewirr aus arabischen Gedichten, Revolutionsliedern, Muezzinrufen oder auch Vogelgezwitscher zu hören ist.
In ihrer Installation Sada el-Kawn, oder Das Murren der Welt, verbindet Aline Veillat, deren Arbeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst stehen, zwei unterschiedliche Ausgangspunkte miteinander: die Hypothese von Prof. Dr. Edgar Wagner (Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg i. Br.), dass Pflanzen mittels elektrischer Signale auf äussere Bedrohungen wie etwa Parasitenbefall reagieren und so Gegenmassnahmen zu ihrer Rettung ergreifen können und die Stimmen des arabischen Frühlings von 2011. Die akustischen Fragmente decken Missstände auf und führen zu einem Versuch, sie zu beheben. Mit dieser Überkreuzung einer, wenn auch bisher nicht nachgewiesenen, biologischen Kommunikationsstrategie und einer einschneidenden politischen Entwicklung, welche massgeblich über soziale Netzwerke organisiert wurde, rückt die Frage nach Parallelen und wechselseitigen (Aus)Wirkungen zwischen natürlichen und digitalen Prozessen in den Blickpunkt, deren Beantwortung noch in den Anfängen steckt.
(Text: Bettina Back)

Artist Bio

Aline Veillat (*1967), La Réunion, Frankreich, lebt und arbeitet in Basel.

Die auf der Insel Réunion Insel geborene Künstlerin Aline Veillat ist während ihrer Jugendzeit in Rabat, Marokko, aufgewachsen. Nach einem Studium im Fach digitale Medien in Lausanne und Ästhetik, Wissenschaft und Technik in den Künsten in Paris, ist sie heute als unabhängige Forscherin für das CCC Seminar, HEAD Geneva University of Art and Design, tätig. Ihr künstlerisches Schaffen gründet in ihrem Interesse an Fragen der Beziehung von uns zur Natur und unserer Raumwahrnehmung. So lädt sie beispielsweise die Besucher_innen ein, sich bewusst zu machen, woraus unser Umfeld besteht und wie das unsere Wahrnehmung beeinflusst. Sie interessiert sich für unsere Interaktionen mit der heutigen Welt, wobei sie jeweils eine eher anthropologische und soziale Herangehensweise wählt.