Morehshin/Allahyari, Material-Speculation-ISIS, (2015-2016)

How much of this is fiction.

Die Gruppenausstellung widmet sich kritischen künstlerischen Praktiken, die sich an der Schnittstelle von Politik, Kunst, Theorie, Aktivismus und Medien bewegen.

Ausstellung

23.03.2017 - 21.05.2017

Eintritt: 9 / 6 CHF (red.)

Links: http://framerframed.nl/en/
http://www.fact.co.uk

Wachter & Jud, Zone*Interdite, 2000-ongoing

Die Ausstellung How much of this is fiction. widmet sich politisch inspirierter Medienkunst, die Täuschung in all ihren Formen nutzt. Sie zeigt den Künstler als Trickster, der durch Tricks, Hacks und Falschmeldungen das verborgene Funktionieren der Machtstrukturen und die Möglichkeit einer alternativen Zukunft aufzudecken versucht. Im Zentrum von How much of this is fiction. steht der Wunsch, eines der dringendsten politischen Themen unserer Zeit anzusprechen: eine radikale Verschiebung der Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit im öffentlichen Diskurs, in einer Welt, die zunehmend von der "post-truth"-Politik geleitet wird.

How much of this is fiction. ist eine sehr zeitgemässe Reflexion über die Natur der Wahrheit in einer Zeit, die von gefälschten Nachrichten, Fehlinformationen und taktischer Propaganda bestimmt ist. Die Ausstellung hat auch einen historischer Hintergrund. Viele der Medieninterventionen, die präsentiert werden, sind zu einem gewissen Grad Vermächtnisse der sogenannten "Taktischen Medien", eine kulturelle und politische Bewegung, die in den späten 1990er-Jahren eine kurzfristige Blütezeit erlebte. Tactical Media vereinten die Macht der Kunst mit den PR-Tricks der Werbewelt und kombinierten diese mit einem experimentellen Zugang durch die digitalen Medien, um ihre überraschenden Interventionen in der Mediensphäre zu platzieren.

Die Ausstellung zeigt das Vermächtnis dieser DIY-Medienbewegung in unserer Zeit. Seien es Trumps Mitternachts-Tweets oder die Entlarvung der Totalität des Überwachungsstaates durch Edward Snowdens Aktionen und den von Wikileaks enthüllten Informationen - es ist klar, dass die kritische Rolle der "do it yourself"-Medienpolitik heute ebenso wichtig ist wie je zuvor.

Beteiligte Künstler_innen:

Morehshin Allahyari, Heba Y. Amin, Arabian Street Artists, Mathieu Cherubini, Paolo Cirio, Coco Fusco, Paul Garrin, Maia Gusberti, HeHe, Caram Kapp und Don Karl, !Mediengruppe Bitnik, Robert Ochshorn, Julian Oliver & Danja Vasiliev, Ian Alan Paul, Superflux, The Yes Men, UBERMORGEN, Wachter & Jud.

Kuratiert von Annet Dekker und David Garcia in Zusammenarbeit mit Ian Alan Paul. 
Gruppenausstellung in Koproduktion mit Framer Framed, Amsterdam und FACT | Foundation for Art and Creative Technologies, Liverpool

Eröffnung: 22.03.2017, 19:00

Info
prev
prev
next

Related

Curator Talk: How much of...

Mi, 22.03.2017, 18:00

Eröffnung: How much of...

Mi, 22.03.2017, 19:00

Balancierroboter

So, 02.04.2017, 14:00

-- 680 dd