Ben Fino-Radin

Conservation Piece(s) III

Der dritte Teil der Veranstaltungsreihe „Conservation Piece(s)“ zum Thema digitale Repositorien und Archive.

Veranstaltung/Conservation Piece(s)

02.10.2017, 15:00-18:00

Eintritt: frei

Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten: intern@hek.ch

Links: http://www.hek.ch/sammlung/conservationpieces.html
http://benfinoradin.info

Das digitale Erbe stellt für Museen und Kultureinrichtungen eine grosse Herausforderung dar. Man spricht vom „Digital Dark Age“, da keine Zeit so sehr vom Datenverlust bedroht ist, wie unsere. Die steigende Zahl digitaler und auch digitalisierter Werke in Sammlungen und Museen erfordert digitale Depots für die sichere Aufbewahrung und die Garantie einer längerfristigen Zugänglichkeit. Dies betrifft mittlerweile fast alle Museen und Sammlungen. Ähnlich wie bei Depots für analoge respektive materielle Werke verlangen auch digitale Speicher eine gute Planung und Bewirtschaftung inkl. einer Restriktion der Zugangsberechtigungen, laufenden Kontrolle und Wartung. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Strategien und Lösungen, die in Museen und Kultureinrichtungen implementiert werden. 

Conservation Piece(s) III widmet sich diesem Thema anhand eines Input-Vortrags von Ben-Fino Radin, dem Gründer von Small Data Industries, einem in New York ansässigen privaten Konservierungsunternehmen und Beratungsfirma, die sich auf alle Aspekte der Pflege von Zeit-basierten Mediensammlungen spezialisiert hat. Vor der Gründung von Small Data diente Ben als Associate Media Conservator am MoMA in New York, wo er für die Gestaltung und Umsetzung des digitalen Repositoriums der Institution, sowie für die Erhaltung digitaler Kunstwerke verantwortlich war.

Aus der Praxis berichten zwei Schweizer Kulturinstitutionen: Emilie Magnin und Bruna Casagrande präsentieren das kürzlich in Betrieb genommene Repositorium des SAPA (vorher Schweizer Tanzarchiv), in welchem die digitalisierten Videodokumentationen gespeichert werden. Das noch im Aufbau befindliche digitale Repositorium des Kunsthauses Zürich wird von Kerstin Mürer und Eléonore Bernard vorgestellt. Sie präsentieren ihren aktuellen Stand zur Etablierung des dortigen Workflows zur Dokumentation, Qualitätskontrolle sowie Speicherung der digitalen und digitalisierten Kunstvideos.

Mit der Veranstaltungsreihe Conservation Piece(s) möchte sich das HeK (Haus der elektronischen Künste Basel) in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Konservierung und Restaurierung der Hochschule der Künste in Bern den drängenden Fragen und Herausforderungen im Bereich der Konservierung digitaler Kunst stellen. Mit Inputreferaten und Beispielen aus der Praxis führt die Veranstaltung mit digitaler Kultur und Technik erfahrene Konservator_innen, Künstler_innen, Theoretiker_innen und Institutionen zusammen, um den aktuellen Stand des Themenfeldes zu betrachten, Lehren aus durchgeführten Projekten zu ziehen, Ausblicke in neue Erhaltungsstrategien zu geben und die Zusammenarbeit zwischen betroffenen Institutionen zu fördern. Conservation Piece(s) wird als lose Reihe veranstaltet und findet mittlerweile zum dritten Mal statt. 

Kontakt: Sabine Himmelsbach, sabine.himmelsbach@hek.ch, +41-61-331 5804 und Agathe Jarczyk, agathe.jarczyk@hkb.bfh.ch, +41 31 848 38 78

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