JODI, Moof Objects, 2016

HeK @ LISTE Art Fair Basel

An der diesjährigen LISTE Art Fair präsentiert das HeK Künstler/innen, die 3D-Modellierung einsetzen, um den Dialog zwischen der realen und der virtuellen Welt zu untersuchen.

Ausstellung

12.06.2017 - 18.06.2017

Ort: LISTE – Art Fair Basel, Burgweg 15, 4058 Basel

Eintritt: Siehe Webseite

Links: https://www.liste.ch

Matthew Plummer-Fernandez & Julien Deswaef, Shiv Integer, 2016

Als Sondergast zur LISTE Art Fair eingeladen, präsentiert das HeK eine Ausstellung mit ausgewählten Künstler/innen, die 3D-Modellierung und 3D-Druck einsetzen, um den komplizierten Dialog zwischen der realen und der virtuellen Welt zu untersuchen, während sie gleichzeitig kritisieren, wie sich der gegenwärtige Neo-Kapitalismus die Technologie zunutze macht.

Im Jahre 2015 haben Morehshin Allahyari & Daniel Rourke The 3D Additivist Manifesto veröffentlicht und dabei den Begriff Additivismus als provokante Allegorie unserer dualen Konsument/innen-Produzent/innen-Gesellschaft geprägt, wobei sie ihre Absicht erklärten, "kreative Bemühungen zu kanalisieren". Sie luden auch mehrere Künstler/innen ein, zum The 3D Additivist Cookbook beizutragen, einer Online-Publikation, die Entwürfe, Essays, fiktive Geschichten und 3D-Vorlagen versammelt. 

Das niederländische Künstler/innenduo JODI, mit seinen bahnbrechenden und subversiven Arbeiten zu digitalen Schnittstellen, Videospielen und Medienanwendungen, hat kürzlich eine neue Serie bildschirmgestützter 3D-Modelle kreiert, die aus der Kombination von im Internet gesammelten Materialien entstanden sind. Mit ihrem unverwechselbaren, geistreichen und kritischen Ansatz generieren die Künstler/innen Bilder, die von haptischen und malerischen Qualitäten geprägt sind, während sie gleichzeitig die Produktionskette von Wirtschaftsgütern hinterfragen. 

Matthew Plummer-Fernandez & Julien Deswaef haben die große Datenbank nutzererstellter Dateien in der Online-Gemeinschaft für 3D-Druck Thingiverse ausgeschöpft, um einen Bot zu kreieren, der zufällig ausgewählte Dateien zusammenstellt, um unwahrscheinliche virtuelle Skulpturen zu schaffen. Ähnlich einem Cadavre Exquis von heute sind diese Schöpfungen irgendwo zwischen den schönen Künsten und elektronischem Spam einzuordnen. 

Die Video-Arbeiten von Tabita Rezaire nutzen die Technologie, um die Dynamiken von Vormachtstellungen und Kolonialismus sowie von ihren Auswirkungen auf unsere Identitäten, Gender, Rasse, Sexualität und Spiritualität auszuloten. Ihre Werke, ein verspielter Mix aus Videoaufnahmen und digitalen Animationen, sind als heilende und dekolonisierende Rituale in Form von digitalen Mantras gedacht. Auf der LISTE präsentiert sie ihr neustes Werk Premium Connect.

Strange Strangers ist eine von Lou Cantor kuratierte Ausstellung für Tablet-Computer mit Beiträgen von Künstler/innen, die in verschiedenen Medien arbeiten. Die Werke existieren im digitalen Raum und sind erlebbar, indem man mit dem Tablet die 3D-Objekte aktiviert und rotiert. Die an der virtuellen Ausstellung beteiligten Künstler/innen spielen häufig mit Täuschungen, Friktionen und Nichtübereinstimmungen zwischen der materiellen Welt und ihrer digitalen Darstellung. Werke der folgenden Künstler/innen werden in der Ausstellung Strange Strangers gezeigt: Korakrit Arunanondchai, Olaf Breuning, Lou Cantor, Dorota Gaw?da, Tue Greenfort, Tobias Kasper, Egle Kulbokaite, Jonas Lund, Simon Dybbroe Møller, Aura Rosenberg, David Tasman, Anna Uddenberg und Klaus Weber. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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07.09.2017-12.11.2017

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